Tag 11) Paß-Überquerung Thorung
La (5415)
Von Thorung Pedi ~4500 - nach Muktinath 3802 m
Die Nacht hier oben war saukalt und
mein -10 Grad Schlafsack für diese Temperaturen gerade noch
geeignet. Empfohlen wird ein -20 Grad-Schlafsack. Na ja, da helfen
nur zusätzliche Decken und lange Unterwäsche, Socken und
Sweat-shirt im Schlafsack. Die Nacht war eh recht kurz, denn wir
wollten sehr früh los.
Frühstück um 3.00 Uhr – ein kurzes
Frühstück – und dann in der Dunkelheit den Berg
hinauf. Bei eisiger Kälte und Dunkelheit (war glücklicherweise
eine helle Mondnacht) mit Taschenlampen bewaffnet geht’s dann
gleich den steilen Hang mit allem Gepäck hinauf. Die Guides
(Träger) sind auch bereits unterwegs, die vollgepackt, mit
mind. 25 bis 40 kg, unterwegs sind.
Die ersten Höhenmeter bis zum Highcamp sind
mühsam, aber ohne Probleme, dann geht’s in der Dunkelheit
quer über ein langes Schneefeld. Der Hang fällt steil
ab und der ausgetretene Pfad erlaubt kein Überholen, so dass
wir oft warten müssen, wenn den Vordermännern die Luft
ausgeht.
Nach dem Schneefeld ist dann der Weg frei und langsam
aber stetig (zum Stehen bleiben ist es zu kalt) erklimmen wir die
Höhen zum Paß und man schnauft hier selbstverständlich
wie ein Ochse durch die dünne Luft. Um 7.20 Uhr kommen wir
rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Paß an und sind heute die
ersten Wanderer. (einige Träger waren schon da).
Die Landschaft hier oben in der Morgendämmerung
ist fantastisch und wir bewundern die Bergriesen rundherum, die
in der ersten Morgensonne erstrahlen.
Geschafft !!!! Wir sind stolz und gönnen uns
einen heißen Tee (meine Wasservorräte am Rucksack sind
inzwischen gefroren), anstelle von Champus und freuen uns über
unseren Erfolg.
Nach eine halben Stunde ziehen wir weiter, um nicht
ganz auszukühlen. Inzwischen sind auch weitere Trecker eingetroffen,
die wir freudig begrüßen.
Der Abstieg hinab nach Muktinath zieht sich ewig
und es geht nach dem letzten Schnee eintönig durch eine braune,
karge Landschaft. Nach 1600 Höhenmeter bergab erreichen wir
gegen Mittag Muktinath und ich bin absolut platt, so dass ich erst
einmal eine Stunde in meinem Zimmer schlafe.
Am Nachmittag treffen dann auch fast alle
Bekannten ein und es gibt natürlich unheimlich viel auszutauschen
und zu feieren.
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