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Ankunft von Indien:
Von Indien in Amritsar gestartet, bin ich über
Nacht mit dem Zug zur nepalesischen Grenze gefahren. Am Morgen habe
ich die Grenze zu Nepal überquert und bin nach einer weiteren
langen Busfahrt, mit Übernachtung im Bus, in Pokhara angekommen.
Hier habe ich mich mit Freunden getroffen und nach einem Frühstück
habe ich in einer Gewalt-Shopping-Tour meine komplette Ausrüstung
besorgt.
In Pokhara oder in Kathmandu muß man sich
auch noch das Permit für den Zugang des Nationalparks besorgen.
Dazu ist ein Lichtbild nötig.
(Ausrüstung: In Pokhara und in Kathmandu gibt
es eine Riesenauswahl an Shops, in denen man sich die Trecking-Ausrüstung
komplett mieten oder auch kaufen kann. Von den Schuhen bis zur Zipfelmütze,
Stöcke, Schlafsäcke, alles gibt es hier in Hülle
und Fülle.)
Mein Trecking-Rucksack wiegt ca. 15 kg, was wohl
etwas zuviel ist, aber meine Kamera-Ausrüstung wollte ich auf
keinen Fall "unten" lassen. Die nicht benötigten
Sachen habe ich in meinem Hotel deponiert
Start Wanderung von Pokhara aus:
Um 5.00 Uhr morgens ungefrühstückt zum
Busbahnhof, Bus-Tickets besorgen, Rucksäcke auf dem Dach verstauen,
ein kurzes Frühstück und dann mit dem Bus zum Ausgangspunkt
der Wanderung nach Besisahar.
Auf der Fahrt mit dem Bus gab es mal wieder eine
Panne, aber nach einer halben Stunde Reparatur gings dann weiter,
so dass wir nach 5 Stunden in Besisahar angekommen sind. Nach einer
kräfigen Mittagsessen in Besisahar gings dann endlich los.
Zu Anfang führt die Strecke noch über
eine neue (ungeteerte) Straße, die immer weiter in den Himalaya
vorangetrieben wird.
Nach einer Weile, endete auch diese Straße und wir haben hier,
das letzte Kraftfahrzeug gesehen (kein schwerer Abschied).
Von hier ab, gibt es nur noch Transport auf dem Rücken oder
auf Eseln, die häufig zum Transport eingesetzt werden.
Nach einer kräfigen Mahlzeit gings dann
los.
Hier ein Überblick über die Tagesetappen:
Ausgangspunkt Besisahar 823 Meter über dem Meeresspiegel nach
Tag 01) Khudi 792 m. H
Tag 02) BahunDanda 1398 m
Tag 03) Chamje ~ 1400 m
Tag 04) Bagarchap 2164
Tag 05) Chame 2713
Tag 06) Pisang 3185
Tag 07) Manang 3500
Tag 08) Akklimatisierungstag in Manang
Tag 09) Latter 4200
Tag 10) Thorung Pedi ~4500
Tag 11) Paß-Überquerung Thorungla 5413 und Abstieg nach
Muktinath 3802 m
Tag 12) Jomson 2713
Tag 13) Kalopani 2530
Tag 14) Tatopani 1189
Tag 15) Gorephani 2855
Tag 16) Poon Hill, dann Abstieg nach Hille 1600
Tag 17) Birethani => Taxi nach Pokhara
Kurzbeschreibung der Himalaya-Wanderung:
Bis zum Ausgangspunkt für die Paßüberquerung
sind wir in Tagesetappen von 4-8 Stunden Wandern langsam entlang
des von Marsyangdi-Flusses in schönen Tälern hochgewandert.
Mit zunehmender Höhe verändert sich ständig die Fauna
und Flora und natürlich auch die Temperatur. Von subtropischer
Vegetation bis zu kahlen Hängen, fast ohne Pflanzen. Hier gibt
es keinen Lärm und Gestank mehr, man geht um 8.00 Uhr abends
zu Bett und steht um 6.00 Uhr morgens mit den ersten Sonnenstrahlen
auf, macht ein Riesenfrühstück in den Lodges (sehr einfache
und günstige Gasthäuser mit Übernachtung) und bricht
zur nächsten Etappe auf.
Auf dem Weg hat man tolle Ausblicke auf die Riesenberge
der Himalaya-Kette und hat viele Möglickeiten, für einen
angenehmen Rastaufenthalt mit guter Verpflegung. Kaffee, Kuchen,
Cola und ordentliches Essen gibt es hier überall entlang der
Wanderroute, deshalb hat der Annapurna-Treck auch den Beinahmen:
apple-pie-treck (Apfelkuchen-Wanderung) oder Cola-treck. Mich freuts
und ich nehme die Annehmlichkeiten auch gerne in Anspruch.
Der Weg ist gut ausgebaut, hat keine technischen
Schwierigkeiten und ähnelt einer Wanderstraße. Auch die
Orientierung ist überhaupt kein Problem, so dass es ohne Guide
kein Problem ist, sich hier zurechtzufinden.
Von Besisahar sind wir in kurzen Tagesetappen von
4-6 Stunden langsam nach Manang gewandert und man kann sich sein
Wander-Tempo ganz individuell einrichten, da es im Abstand von 2-3
Stunden immer wieder Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Um nicht der Höhenkrankheit anheim zu fallen, haben wir dann
in Manang den empfohlenen Akklimatisierungstag eingelegt und die
Sehenswürdigkeiten vor Ort besucht. Der Gletscher und das Kloster
sind allemal einen Besuch wert und auch der Ort ist durchaus sehenswert.
Von Manang sind wir dann in die höheren Regionen
gestartet. Ab 4000 m wird es schon recht kühl und man kann
seine Daunenjacke recht gut gebrauchen. In Latter 4.200 m sitzen
wir auch Abends mit Pullover und Jacke beim Abendessen und man kann
seinen Schlafsack (-20 Grad) gut gebrauchen. Es gibt kein warmes
Wasser für eine Dusche und man beläßt es hier besser
bei einer Katzenwäsche.
Von Latter steigen wir dann zum Ausgangspunkt für die Paßüberquerung,
nach Thorung Pedi auf und da es nur eine kurze Tagesetappe war,
machen wir gleich noch Höhentraining und steigen ein paar Hundert
Meter den Berg hinauf, um uns an die dünne Luft zu gewöhnen.
Hier haben gibt es bereits bei einigen anderen Wanderer die ersten
Symptome der Höhenkrankheit.
Jetzt gehts endlich los. Um 3.00 Uhr morgens wird
noch kurz gefrühstückt und dann gehts, dick eingepackt,
bei Dunkelheit mit Taschenlampe den Berg hinauf. Es ist bitterkalt
und man schnauft wie ein Esel beim Wandern durch die dünne
Luft. Zwei Wanderer auf dem Weg vertragen die Höhe nicht, Ihnen
ist übel und sie müssen umkehren und in tiefere Regionen
absteigen.
Auf dem Weg zum Paß gibt es die erste und
einzige technische Schwierigkeit. Das seitliche Queren eines steilen
Schneefeldes wirkt doch etwas gefährlich und ein Überholen
von langsameren Wanderern ist hier nicht möglich. Nach 3,5
Stunden haben wir die 900 Höhenmeter zum Paß Thorung
La (5416 m) kurz nach Sonnenaufgang erreicht. Die Stimmung hier
oben ist mystisch und der Blick auf die Berge ist gigantisch. Wir
sind glücklich und feieren unseren Erfolg mit einer Tasse heißen
Tee, der auch hier oben noch zum Kauf angeboten wird. Recht lange
verweilen wir hier aber nicht, denn es hat ungefähr 10 Grad
Minus und es liegt noch ein sehr langer Abstieg vor uns. Wir müssen
1600 Höhenmeter absteigen und der Weg zieht sich wie Kaugummi,
so dass wir am Nachmittag doch sehr erschöpft und glücklich
in Muktinath (3802 m) am Nachmittag ankommen. Am Abend wird dann
auch der Efolg mit den inzwischen recht groß gewordenen Freundeskreis
gefeiert.
Im Reiseführer wird empfohlen, hier noch einen
Tag zum Relaxen einzulegen, wir wandern aber weiter. Die folgenden
3 Tage wandern wir hinab, immer wieder durch faszinierende Landschaften,
in weiten Tälern zwischen den Riesenbergen. Je weiter wir talwärts
kommen, desto grüner werden die Landschaften und es ist, als
wenn man durch die Jahreszeiten wandert. In Tatopani haben wir zum
ersten und einzigen Mal einen freien Blick auf den entfernten Annapurna
I, das Klima ist angenehm warm und wir kommen in den Genuß
der heißen Quellen.
Von Tatopani (1189 m) geht es dann nochmal in einer
anstrengenden Tagestour (kann man auch aufteilen) hinauf nach Gorephani
2855 und wir haben das erste Mal schlechtes Wetter mit Regen. Hier
heißt es noch einmal früh Aufstehen, um zum Poon-Hill
aufzusteigen, der uns bei Sonnenaufgang mit einem sagenhaften Panorama
mit Rundblick auf die umliegenden Berge, z.B. auf den Dhaulagiri
(8167 m ), den Varashikar (7847 m) und den Annapurna south (7219
m) belohnt. Wirklich ein zweiter Höhepunkt der Wanderung und
wir haben Glück, dass sich das schlechte Wetter vom Vortag
verzogen hat und der Blick frei ist.
Am gleichen Tag gehts dann wieder hinab durch bemooste
Wälder in die wärmeren Lagen nach Hille und am folgenden
Tag zum Ende der Tour nach Birethani, von wo wir mit dem Taxi zurück
nach Pokhara fahren.
schön wars
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